Do-It-Yourself, Nähen

Was lange währt wird endlich gut und heißt: Brother VQ2

Ja, Ihr lest richtig, das mit der Janome 9400 die ich ausprobieren durfte, war ein richtiger Griff ins Klo. Ich hatte mich ja wahnsinnig gefreut, dass mir großzügig eine Maschine zum Testen zur Verfügung gestellt wurde. Um so enttäuschter war ich, als die Maschine hier in einem schon von außen leicht lädierten Karton ankam. Daran war nicht die Post schuld, wie ein Blick ins Innere verriet. Gelöste Schrauben an den Abdeckklappen, lose herumfliegende Füßchen, schlecht und viel zu locker aufgespulte Spulen, kleinere Beschädigungen am Gehäuse: SO sieht eine neue Maschine für über 2.000 Euro nicht aus!

Trotzdem habe ich mich hingesetzt und, nachdem ich die offensichtlichen Beschädigungen beseitigt hatte, ausgesprochen unmotiviert etwas Stoff unter die Nadel gelegt. Die Maschine nähte gut, aber als ich weiter in die Tiefen der vielen Funktionen vordringen wollte, kam ich an meine „intuitiven“ Grenzen. Die Bedienungsanleitung war leider nicht sehr hilfreich, da keine deutschsprachige bei lag. Sehr enttäuscht habe ich die Nähmaschine kurz entschlossen wieder eingepackt, diese zurückgeschickt und, auf den Ratschlag einer guten Internetfreundin hin, bei der Nähwelt Flach angerufen.

Schon am übernächsten Tag stand die Brother VQ2 hier, und mir ging es wie schon auf der Allgäuer Festwoche: Die Maschine zog mich auf Anhieb wieder in ihren Bann. Die Bedienung ist intuitiv, sie näht äußerst sauber, die Zierstiche sind durch die Bank „erwachsen“, der Durchlass ist richtig groß und, last but not least, die Maschine war definitiv NEU, gut verpackt, in Ordnung und alles so wie bei der Beratung zugesichert. Diesem Händler bleibe ich nach meinen Erfahrungen garantiert treu, Service-Experimente brauche ich nämlich keine mehr.

Meine weiteren Erfahrungen mit dieser Nähmaschine fließen immer wieder in die genähten Projekte ein, das ist denke ich sinnvoller, als hier alle tollen Funktionen der Brother VQ2 aufzuführen. Die könnt Ihr direkt unter obigem Link nachlesen, viel wichtiger ist ja schließlich, wie sie sich in der Praxis bewährt.

Als Ergänzung steht noch meine Husqvarna Designer Topaz 40 hier, die ihren Dienst brav tut und die ich in der letzten Zeit wieder sehr zu schätzen gelernt habe. Kurse habe ich fürs erste allerdings auf Eis gelegt, mit einer Näh-Stickkombi ziehe ich sicher ebenso wenig los wie mit der „nur“ vierzehn Kilo schweren Brother VQ2. Aber wozu gibt es die Onlinekurse bei Makerist, die ich demnächst einfach mal testen werde. Ich denke, damit bin ich auch sehr gut bedient, zumal man dort immer wieder nachsehen kann wie ein bestimmter Handgriff ging.

Ein erste Hemd für Kerschi ist fertig, Stöffchen für diverse Quilts liegen hier, jetzt geht es endlich wieder mit ganz viel Lust statt Frust ans Nähen :-).

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