Jahresrückblick

In der Zeit vor Weihnachten habe ich nur Überraschungen genäht, die ich hier nicht zeigen konnte. Dabei wurde mir die Zeit knapp und ich habe die Onlinezeit stark reduziert. Im neuen Jahr soll es aber mit den wöchentlichen Beiträgen weiter gehen, damit nicht alles was ich so erlebe und „werkle“ vergessen wird. Mir hilft das sehr, den Blick für die vielen positiven Dinge zu bewahren.

Jahresrückblick:

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen und über Weihnachten wieder etwas zugenommen. Nach Dreikönig soll es mit WW weiter gehen, denn ich möchte noch etliche Kilos verlieren.

Haare länger oder kürzer?
Etwas länger. Ich befinde mich wieder auf dem Weg zum Bob.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weniger kurzsichtig und gleichzeitig weitsichtiger. Lesen ohne Brille geht nicht mehr gut, dafür sehe ich jetzt ohne Brille, wohin ich laufe.

Mehr bewegt oder weniger?
In etwa gleich. Zwar fiel Rad fahren wegen dem Bänderriss im Sommer komplett flach, aber da der Fuß Bewegung brauchte um auszuheilen sind wir langsam steigernd beinahe jedes Wochenende gelaufen.

Mehr Geld oder weniger.
Dank guter VG-Wort Quote deutlich mehr.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht: Eine Jeans zu nähen. Erst hat die Maschine nicht mitgespielt, dann hatte ich beschlossen, abzunehmen. In dieser Zeit selbst eine Jeans nähen zu wollen, die ein paar Wochen später nicht mehr passt, ist hirnrissig.

Die gefährlichste Unternehmung?
Weniger zu arbeiten. Aber es hat finanziell geklappt, tut dem Lieblingsmenschen und mir gut und wird deshalb beibehalten.
Ganz offen mit meiner Mitgliedschaft bei „Der Linken“ umzugehen. Das hat mir nicht nur Freunde gemacht, was mir aber durchaus bewusst war.

Die teuerste Anschaffung?
Mein neues Auto, das jetzt hoffentlich 10 + Jahre hält und dann durch etwas wirklich umweltfreundliches ersetzt werden kann.
Der Schrebergarten, allerdings war es da nicht die Anschaffung sondern die Folgekosten. Aktuell bastelt der Mann aus verschiedenen Gründen aus einer alten Gartenhütte eine neue.

Das leckerste Essen?
Fast täglich gekocht vom Lieblingsmenschen. z.

Der schönste Nähprojekt?
Sowohl das Blusenshirt als auch die Komforthose waren tolle Projekte. Sicherlich auch, weil die zugehörige Probenähgruppe so toll war.

Die beste Musik?
Gab es kurz vor Weihnachten: Das neue Album von ASP. Live waren Tanzwut und Eisbrecher sehr toll.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Den Tieren, dicht gefolgt vom Lieblingsmenschen. Ganz viel Zeit verbracht mit meiner Nähmaschine.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Dem Lieblingsmenschen und Lucky. Beispielsweise im Sommer am Ammersee.

Vorherrschendes Gefühl 2019?
Zu Anfang sehr düstere, die Depression hatte mich voll im Griff. Im Laufe des Jahres habe ich gelernt, dass Dunkel und Hell auch gleichzeitig in mir wohnen dürfen. Ich habe akzeptiert, dass ich vielleicht mehr Zeit für mich benötige, als andere Menschen. Ich achte stärker auf mich und meine Bedürfnisse und kann mich auch mal „rausnehmen“, auch wenn dies bedeutet „Nein“ zu sagen. Außerdem habe ich gelernt, dass jeder seinen Rucksack selbst tragen kann und ich nicht alles Leid so dicht an mich heranlassen darf. Dadurch wurde es gegen Ende des Jahres immer lichter und den Jahreswechsel bestreite ich mit einem positiven und guten Gefühl.

2019 zum ersten Mal getan?
Trotz vorhandener Aufträge einen Tag frei gemacht, einfach so und nur für mich.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Menschen, die ich nur online kannte, in mein reales Leben geholt.

3 Dinge, an die ich  mich sehr gerne erinnere?
Der Jahreswechsel an der Nordsee und der dort herrschende, kalte Wind und ganz besondere Geruch.
Die stillen, harmonischen Stunden mit meinem Mann.
Viele Ausflüge und schöne Unternehmungen, die mich dankbar machen, dass ich all dies mit einem Partner erleben darf.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Nahezu vollständiger Kontaktabbruch mit meiner Tochter.
– Mehrfacher Bänderriss, dessen Heilung sich monatelang hinzog.
– Der viel zu frühe Tod einer sehr lieben Internet- und auch Realfreundin.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass wir den Klimawandel nur dann aufhalten können, wenn jeder Einzelne darauf achtet nachhaltiger zu leben.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Immateriell: In den Arm nehmen, da sein und trösten.
Materiell dürften es die für meinen Mann genähten Sachen gewesen sein.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Immateriell: Meine Depressionen gemeinsam mit mir auszuhalten.
Mit mir herzlich zu lachen, beispielsweise als ich im Möbelhaus in einen Sitzsack sank und nicht mehr hochkam.
Materiell: Die wohl schönste Armbanduhr meines Lebens.

2019 war mit 1 Wort…?
Abwechslungsreich.
In jeder Beziehung.

Vorsätze für 2020?
Gut auf mich achten und nicht wieder – aus lauter Sorge dass das Geld nicht reicht – viel zu viel zu arbeiten.
Ein Haushaltsbuch führen :-).
Mir jeden Tag die positiven Dinge bewusst machen, so schwer das auch manchmal sein mag.
Weniger Stoff und keine Wolle kaufen….

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein wundervolles, gesundes 2020.