27. August: Manchmal braucht man viel Geduld

Dass ich schlecht schlafe kommt ziemlich selten vor. Heute jedoch lag ich ab fünf Uhr wach und habe um halb sechs beschlossen, ich trete die senile Bettflucht an. Mit einer großen Tasse Tee und der Häkelarbeit habe ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht. Frühstücksfernsehen schaue ich eher selten, zumal es immer noch fast nur ein Thema gibt: Corona. Was bin ich froh, wenn diese Zeit vorüber ist. 

Nachdem der Hund gelüftet ist, haben wir beschlossen: Weihnachtsurlaub ist sicher nicht unvernünftiger als es ein Sommerurlaub gewesen wäre und wir brauchen dringend einen Tapetenwechsel. Die Buchung gestaltete sich aber deutlich schwieriger als in den Jahren zuvor. Zum Einen haben die Preise spürbar angezogen und unser Budget in vielen Fällen überschritten. Wir sind allerdings anspruchsvoll: 25 Quadratmeter für eineinhalb Wochen mit Hund, das wird uns zu eng. Zum Anderen sind viele Unterkünfte längst gebucht, die Auswahl mit Lucky war nicht allzu groß. 

Nach etlichen Stunden sind wir jedoch fündig geworden. Die Wohnung ist groß genug und bietet neben Wohn- und Schlafzimmer auch ein Kinderzimmer, in das sich der Lieblingsmensch zum Lesen zurückziehen kann. Die Küche hat einen richtigen Herd (Ihr glaubt nicht, wie viele Küchen nur zwei Platten bieten), denn ich habe Freunden Kässpätzle versprochen, und der Platz reicht auch für das geplante Raclette an Silvester. 

Nachmittags standen dann die wöchentliche Aquarienreinigung und der Wocheneinkauf auf dem Plan. Ein wenig häkeln, Abendessen, TV und dann war es schon Zeit ins Bett zu gehen.