DIY – Donnerstag

Als das „Wortgestrick“ noch „Wollbiene“ hieß hatte ich keine Probleme, nahezu täglich einen ganzen Blogbeitrag mit Strick- und Spinnfortschritten oder Färbebildern zu füllen. Das hat sich, seit ich arbeite, gründlich geändert. Da ich das Blog aber gerne auch mit „Selbstgemachtem“-Leben füllen möchte, habe ich mir den DIY-Donnerstag ausgedacht. Jeden Woche werde ich Euch am Donnerstag zeigen, was ich (oder der Lieblingsmann, da ist schon eine selbstgebaute Uhr in Planung) in der vergangenen Woche gewerkelt haben. Wer auch gerne handarbeitet darf die Idee gerne mitnehmen und sich in den Kommentaren verlinken. Ich würde mich freuen auf diese Weise neue (und alte) Strick-, Häkel-, Näh-, Plott- und Bastelblogs zu finden. 

Damenweste „Judy“ von Pattydoo

Diese Woche war nähtechnisch eher mau, da ich viel mit der neuen Cam unterwegs war. Nachdem ich den Schnitt geklebt hatte, habe ich erst einmal alle benötigten Garne zusammengesucht und die Nähmaschinen eingefädelt. 


Das Muster der Weste ist zugegeben ziemlich gewöhnungsbedürftig, man könnte den Softshell auch als klassischen Fehlkauf bezeichnen. In dem knalligen Pink sieht man mich auf dem Fahrrad sicher gut ;-). Die erste Weste passt erfahrungsgemäß aber noch nicht hundertprozentig. Sitzt sie also total doof, ist das mit „ausgefallenen“ Stoff weit weniger tragisch. 

Gestern Abend habe ich dann Vorderteil und Rückenteil zusammengefügt. Vor dem Spiegel mussten der Lieblingsmensch und ich herzlich lachen, denn ich versank förmlich in der Weste. „Vorsichtshalber“, damit ich mich auf dem Rad bewegen kann, hatte ich eine Nummer größer zugeschnitten. Meine Gewichtsabnahme, auch wenn es nur ein paar Kilo sind, habe ich ebenso außer acht gelassen wie die Tatsache, dass der von Ina verwendete Steppstoff voluminöser ist und die Weste somit reichlich Bewegungsfreiheit bietet. 

Ich werde die Weste also in der nächsten Woche noch einmal auseinander nehmen und eine Nummer kleiner zuschneiden. Ein dickes Sweatshirt oder ein Hoody werden dann immer noch locker darunter passen. Gott sei Dank geht das bei diesem Schnittmuster problemlos. 

Aber: „Was ist schlimmer: Zu scheitern oder es gar nicht versucht zu haben?“ In diesem Fall habe ich es versucht und werde nicht scheitern. 


Kaleidoscope-Decke 

Bei der Häkeldecke konnte ich alle Quadrate fertig stellen, es sind 36 Stück. 


Die Patches können gespannt werden, müssen es aber nicht. Da ich ein armes Polytierchen verarbeite und das Garn sogar in den Trockner kann, habe ich mich, wie in der Anleitung empfohlen, dagegen entschieden. 

Das erste der nun folgenden Dreiecke hat mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn in Reihen ist das Mitführen der Fäden, die man ja auf der Vorderseite nicht sehen soll, ein wenig frickelig. Zudem kommen jetzt auch noch drei Farben zusammen und es gibt viel zu vernähen. 

Noch bin ich ja ziemlich am Anfang das Kaleidoscope-Blankets (Ravelry Link), aber ich mache mir dennoch schon Gedanken, ob ich eine Rückseite an die Decke nähe. Richtig kuscheliges Fleece würde mir gut gefallen. Allerdings könnte sich die Decke dann vielleicht unangenehm aufladen. Quilts werden ja eigentlich abgesteppt, damit sie in Form bleiben, bei einer Häkeldecke geht das nicht. Ich befürchte, Vorder- und Rückseite könnten sich dann unangenehm verschieben? Habt Ihr eine Idee, wie das klappen könnte und sowas vielleicht schon einmal gemacht?