*Kreisch* – Da wohnt(e) was in der Palme

Mit Ikea-Blumen habe ich abgeschlossen, aber sowas von.

Eben wollte ich meine Palme gießen und denke mir: „Was ist denn….“ – *Kreiiiiiiiiiiiiisch* *Nach Luft japs…“ >>>>> „DAS IST JA GAR KEIN BLATT!“
Im Leben hatte ich noch nie so einen großen Tausendfüßer gesehen. Das Exemplar war sicher sieben Zentimeter lang und 2 breit. Zu allem Überfluss hatte es dunkelorangene Füße und eine gefährlich aussehende Zeichnung.

Giftig – muss ja wohl, wer so aussieht MUSS giftig sein.
Schnell den Hund aus dem Wohnzimmer >>> giftig! Vielleicht hopst das Ding aus dem Topf und tut dem kleinen weißen Hund was!

Natürlich war kein rettender Lieblingsmann zu Hause. Also schnell den Staubsauger geschnappt und das Tier eingesaugt. Zyklone sei Dank und vielen Saug-Watts sei Dank sitzt er da drin sicher gefangen und kann nicht mehr herauskrabbeln. Meine Tierliebe war bei diesem „Etwas“ eindeutig überfordert und beendet.

Dann wurde ich aber doch neugierig und habe Tante Google befragt. Das Tier hat einen Namen und gehört wohl zu den standardmäßigen, blinden Passagieren des schwedischen Möbelhauses. Fast ein Jahr lebte, unbemerkt von mir und allen Mitbewohnern, in meinem Blumentopf ein „Ikea Bandfüßer“.

Ungefährlich und ungiftig aber eben doch sehr ekelig. Das muss ich wirklich nicht mehr haben! Ich teste Blumenerde auf Feuchtigkeit mit dem Daumen. Wenn ich mir vorstelle, dabei hätte ich direkte Bekanntschaft mit dem „Blatt“ gemacht, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter.

Ich habe den Blumentopf gerade untersucht, es gibt ein Loch, durch das der Bandfüßer wohl zu den Wurzeln der Palme gelangt ist. Er ernährt sich, glaubt man Tante Google, von abgestorbenen Pflanzenmaterialien und nicht von kleinen weißen Hunden ;-). Die Viecher sind zweigeschlechtlich, aber da ich nicht weiß, ob der passende Partner sich noch in der Erde versteckt und ich kein zweites derartiges Tier in meiner Wohnung haben möchte, zieht die Palme definitv aus. Das darf allerdings der Lieblingsmann übernehmen, noch so eine Begegnung der vielfüßigen Art brauche ich wirklich nicht.