DIY – Donnerstag: Jerseybluse „Leanna“ von Lillesol und Pelle

In dieser Woche wurde meine Jerseybluse fertig und ich bin wirklich sehr glücklich mit dem Ergebnis. Da es sich um eine Problebluse handelt, habe ich einen sehr günstigen Stoffcoupon von Sanetta verarbeitet. Bezahlt habe ich für die 1,50 Meter gerade mal 5 Euro. Das Schnittmuster „Leanna“ erhaltet Ihr bei „Lillesol und Pelle“ als Direktdownload. Ich mag das ja sehr gerne, denn nach ein wenig Bastelarbeit kann es direkt mit dem Zuschnitt losgehen.

 Bei diesem Schnittmuster habe keine „vollständige“ FBA gemacht, sondern die vordere Prinzessnaht lediglich an der Brustspitze um einen Zentimeter verbreitert und die Mehrweite oben und unten in die Nahtlinie auslaufen lassen. Die Länge des vorderen Seitenteils muss natürlich entsprechend angepasst werden. Das ergab Größe 44, Körbchen D, und sitzt bei mir perfekt. Es sieht nur auf dem Bügel etwas faltig aus, da der Bluse der Vorbau fehlt :-).

 

Bei den Knöpfen habe ich mich für matte Kam Snaps entschieden, da diese besser zum doch recht sportlichen Charakter der Bluse passen.


Die Ärmel habe ich gekürzt, indem ich das Schnittteil mittig zerschnitten und um die entsprechenden Zentimeter überlappend wieder aufgelegt habe. Die Seitenlinie anpassen, fertig. Die Manschette sieht auf dem Bild ungleich lang aus, das ist aber dem Foto auf dem Bügel geschuldet.


Den Halsausschnitt habe ich innen mit einem Satinband kaschiert, da mit bei einer Bluse die offenen Nähte nicht so gut gefallen haben. Die in der Nähanleitung genannte Alternative den Saum umzuklappen, sodass die offene Kante verschwindet, hat mein Stoff schlichtweg boykottiert.

Wie man beim Ärmelbild sieht, habe ich mich für die linke, stark strukturierte Stoffseite als „schöne Seite“ entschieden, da ich diese optisch spannender fand. Sobald der Jersey gebügelt wurde haben sich die Strukturfalten vorübergehend geglättet und zogen sich beim Abkühlen des Gewebes wieder zusammen. Da ich Vlieseline als Verstärkung aufgebügelt habe, wurde dieser Teil des Kragenstegs durch die Wärme größer, konnte sich aber nicht mehr zusammenziehen.

Damit alles gedoppelt wieder schön glatt liegt, habe ich die Versäuberung nicht umgelegt und damit die unterschiedliche Größe von Innen- und Außensteg ausgeglichen. Das Satinband kaschiert diesen unbeabsichtigten Fehler und ist gleichzeitig ein Eye-Catcher, trage ich die Bluse offen.


Die Jerseybluse passt perfekt zu meinem Tuch „Corona meets Gallenblase“ – begonnen während des ersten Lock Downs und beendet, als ich nach der Gallenblasen-OP noch einige Tage auf dem Sofa verbringen musste.

Verarbeitet habe ich „Cowgirlblues Merino Single Lace“ mit Nadelstärke 3. Ich hatte 5 Stränge, was etwa 1.600 Meter entspricht. Gekauft habe ich das Garn  im „Maschenwerk Landsberg“ und bekam sogar einen Haustürservice, da zu dieser Zeit fast alle Läden geschlossen waren und nur kontaktlos übergeben werden durfte. 

 

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