Daily Journal: 10. August – Kerschis Geburtstag

Nach einem leckeren Geburtstagsfrühstück verging der Tag in familiärer Zwei- bzw. Dreisamkeit sowie mit zahlreichen Telefonaten recht schnell, zumal wir bereits gegen 17:30 los mussten Richtung Augsburg zum „Sommer am Kiez“. Gott sei Dank war unser Sohn zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause, denn eine unserer Kernkapazitäten ist das Vergessen von Veranstaltungstickets. Wir waren gerade zwei Autobahnausfahrten weit gekommen, als mein Handy (ausnahmsweise auf laut gestellt) klingelte. Also umdrehen, nach Hause düsen und ein zweites Mal los Richtung Augsburg.

Die Location: Gewöhnungsbedürftig. Eigentlich ein Parkplatz, gelegen zwischen Bahnhof, Bushaltestelle und Trambahnstation, für das Konzert mit einem Bauzaun umgeben. Sehr passend zum unkonventionellen Ambiente servierte uns die Supportband „Kalapi“ feinen Punkrock, der uns schlagartig in die 80er zurück katapultierte. Der Sound gefiel uns so gut, dass wir sicher einmal ein komplettes Konzert der Band besuchen werden.

Die „Schandmäuler“ begeisterten uns vom ersten bis zum letzten Lied. Alte und neue Sachen waren fein gemixt, sodass man abwechselnd tanzen, träumen und laut mitsingen konnte. Ein eindeutiges Zeichen für ein sehr gutes Konzert ist die Tatsache, dass es absolut keine Längen gab, sodass wir gar nicht bemerkten, wie die Zeit verflog. Unser Hochzeitssong

war eines der letzten Lieder und trieb uns Beiden ziemlich viel Pipi in die Augen.

Wegen der Anwohner ging Schandmaul pünktlich um 22 Uhr von der Bühne – viel zu früh, um schon nach Hause zu fahren. So beschlossen wir, noch auf einen Absacker in unser Stammpub zu fahren, wo wir den schönen Tag bei einem alkoholfreien Weizen für Kerschi und einem Black Adder für mich ausklingen ließen.

Leider hat mein verstauchter Fuß den Konzertabend auf Kopfsteinpflaster etwas übel genommen. Nach fünf Wochen beginnt die Geschichte da unten etwas zu nerven. Es ist schönstes Wanderwetter und ich sitze immer noch mit Arnikacreme und Bandage. Fahrrad fahren geht auch nicht, weil ich den Fuß nicht richtig durchstrecken kann.