Sonntags-Cachetour nach Memmingen – größer gehen Dosen wohl kaum….

Das herrliche Spätsommerwetter mit Temperaturen bis 27 Grad lud heute zu einer langen Cachetour ein. Wir entschieden uns Memmingen, der Heimatstadt des Lieblingsmenschen, einen Besuch abzustatten und etliche Dosen „einzusammeln“. Also schnell einen Picknickkorb gepackt und los ging es.

Memmingen erwies sich einmal mehr als Stadt voller Gegensätze. Zwei wunderschön restaurierte Häuser, die mittelalterlichen Charme verstöhmen, grenzen beispielsweise an so etwas:

Im Hintergrund, das was irgendwann einmal eine Türe war, seht Ihr die historische Stadtmauer. Diese kann in Memmingen leider nicht begangen werden. Dafür landeten wir auf unserem Rundgang am Scharfrichterhaus, das sich eher unspektakulär präsentiert.

Weiter ging es vorbei am ehemaligen Haus der Hübschlerinnen zum Kemptener Tor.

Keine Ahnung, ob dieses Schweinchenrosa die Originalfarbe ist, aber bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden. Auch hier: Grafftis und jede Menge Müll in der Durchfahrt. Bei diesen schönen, alten Gebäuden ist das wirklich schade.

Weiter ging es quer durch die Stadt. An einem „Lost Place“, der eigentlich keiner war – dort stand lediglich mal eine Gärtnerei, von der aber gar nichts mehr übrig ist – entdeckten wir diesen sonderbaren Nadelbaum. Weiß jemand, was das ist? Er sieht aus wie eine Trauerweide mit Nadeln und sehr schönen, gleichmäßigen Zapfen.

Ich habe ja einen Faible für Stadttauben. Wie viele sich hier auf dem Dach versammelt haben, habe ich allerdings erst entdeckt, als ich eben die Bilder von der Kamera geladen habe. Spannend, wie sich die mittelalterlichen Dächer ineinander fügen. Überhaupt sollte ich mir mal die Zeit nehmen und all die unterschiedlichen Dächer und Wetterhähne in Memmingen fotografieren. Kein Haus sieht in der Innenstadt wie das andere aus.

Beim Loggen einer weiteren Dose fiel unser Blick auf diesen Ahorn. Es ist nicht zu leugnen, der Herbst naht mit großen Schritten. Ich finde es wunderschön, wenn sich das Laub in diesen leuchtenden Tönen verfärbt.

Die letzte Dose des heutigen Tages war die wohl größte, die wir in unserer Chacherkarriere gehoben haben. Nur wie in bzw. an das Ding kommen? Kerschi, der ja bei der Bundeswehr viel mit Fahrzeugen zu tun hatte, fand die Lösung im Nu.

Aufgesperrt, kurz gesucht und schon konnte er sich ins Logbuch eintragen.

Interessant, was sich alles in so einer überdimensionalen Cachedose findet ;-). Falls Ihr mal nach Memmingen kommt, lasst Euch diesen Spaß in Flughafennähe auf keinen Fall entgehen.

Nun müssen wir noch eine virtuelle Dose loggen, während wir gemütlich auf dem französischen Balkon den Sonnenuntergang beobachten.